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Was ist der Unterschied zwischen Kajak und Kanu?

Auch im Urlaub benötigen wir hin und wieder einen Perspektivenwechsel. Deshalb bietet sich als Ergänzung zum Sightseeing eine sportliche Kanutour an. Du hast die Wahl zwischen Kajak, Kanu und Kanadier – doch wo liegt der Unterschied? Tatsächlich ist „Kanu“ der Überbegriff, während Kajak und Kanadier spezifische Bootstypen sind. Ist von einem Kanu die Rede, ist meist ein Kanadier gemeint.

  • Kajaks sind – egal ob aufblasbar oder als Hartschalen-Kajak – in der Regel schmaler und schneller als Kanadier. Außerdem werden Kajaks meistens mit einem Doppelpaddel (ein Blatt an beiden Enden der Paddelstange) angetrieben. Auch werden sie oft mit einer Spritzdecke geschlossen, um zu verhindern, dass Wasser in den Sitzraum eindringt. Es gibt jedoch auch sogenannte „Sit-on-top-Kajaks“, die keine Sitzluke haben und im Falle des Kenterns rasch verlassen werden können. In Kajaks paddelt ihr allein oder als 2er Team, es gibt aber auch 3- und 4-Sitzer-Kajaks.
  • Kanadier eignen sich gut für gemütliche Kanutouren. Sie sind breiter und langsamer als Kajaks, bieten mehr Stauraum aber dafür keine Spritzdecke. Da sie mit einem sogenannten Stechpaddel (ein Blatt an einem Ende der Paddelstange) gelenkt werden, ist das Kanufahren mit zwei oder mehr Personen, die zeitgleich auf beiden Seiten paddeln, einfacher. Kanadier können ebenso wie Kajaks in einer aufblasbaren sowie einer Falt- oder einer Hartschalen-Variante gekauft werden.

Wie gesund ist Kajakfahren?

Richtig ausgeübt haben die gleichmäßigen Rotationsbewegungen beim Paddeln im Kajak einen positiven Effekt auf deinen Oberkörper. Damit deine Gelenke und Muskeln nicht überlastet werden, solltest du Dauer und Schwierigkeitsgrad der Tour auf deine Erfahrung als Kanute anpassen. Dabei hilft auch die Auswahl des für dich perfekten Kajaks. Es gibt nicht nur Kajaks für Anfänger und Profis, sondern auch für verschiedene Gewässertypen. Diese variieren in Länge und Breite.

  • Allroundkajak: Diese Kajaks sind vor allem für Anfänger ideal. Mit rund vier Metern Länge, 65 bis 70 cm Breite und ihrem flacheren Rumpf sind sie besonders kippstabil.
  • Tourenkajak: Fünf Meter lang und etwa 55 Zentimeter breit sind diese Kajaks auf schnelles, aber kraftsparendes Gleiten ausgelegt. So werden längere Kajaktouren zum Genuss.
  • Crossoverkajak: Das Crossoverkajak ist eine Mischung aus einem Wanderkajak und einem Wildwasserkajak. Charakteristisch für diese besonders wendige Kajakform sind ein runder Unterboden und eine ausfahrbare Finne.
  • Rennkajak: Wer auf Geschwindigkeit setzt, sollte kein Anfänger im Kajakfahren sein. Rennkajaks sind deutlich schmaler, um den Wasserwiderstand so gering wie möglich zu halten. Dadurch kippen sie aber auch leichter.
  • Angelkajak: Sit-on-top-Angelkajaks sind in der Regel breiter als Sportkajaks und gewährleisten dadurch die nötige Stabilität. Außerdem bieten sie mehr Stauraum und können neben einem Paddel auch mit Pedalen oder einem Außenbootmotor angetrieben werden.
  • Die gängigsten Materialien für die Herstellung von Hartschalen Kajaks sind Polyethylen (PE), ABS-Kunststoff und Faserverbundwerkstoffe (GfK, Aramid oder Carbon). Aufblasbare Kajaks werden aus Kautschuk oder PVC gefertigt. Das Material ist entscheidend für Gewicht und Haltbarkeit, aber auch für die Fahrleistung. Während PE pflegeleicht und robust, jedoch schwer ist, sind Kajaks aus Carbon schnell und leicht, aber dafür sehr empfindlich. Wähle dein neues Kajak von DECATHLON daher nach deinem Fahrverhalten aus, damit du bei deinem nächsten Urlaub auf dem Wasser viel Spaß beim Paddeln hast.